PaIB - aktuell

09.02.2018

Erinnern oder Vergessen - Rhythmen und Rahmen des Gedächtnisses

Prof. Dr. Aleida Assmann, Konstanz

Der Begriff ‚Erinnerungskultur’ hat sich seit den 1990er Jahren in wissenschaftlichen Diskursen, in den Medien und in der Alltagssprache immer mehr durchgesetzt. Dabei handelt es sich um eine neue Wortschöpfung. Neu ist in diesem Fall aber nicht nur das Wort, sondern auch die Sache selbst. Warum gab es nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs keine ‚Erinnerungskultur’? Warum dauerte es mehr als vier Jahrzehnte, bis die Erinnerung an individuelle jüdische Opfer des Holocaust in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist? Der Vortrag fragt grundsätzlicher nach den Rhythmen und Rahmen, die den Wechsel zwischen Vergessen und Erinnern bestimmen. Dabei werden Beispiele diskutiert, die diese Dynamik auf einer persönlichen, auf einer gesellschaftlichen und auf einer staatlichen Ebene veranschaulichen.

Freitag, 19 Uhr, Raum 1.

 

 

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